Freiwillige Begleiterinnen und Begleiter schenken einen Teil ihrer Freizeit schwerkranken und sterbenden Menschen. Vermittelt werden die Personen durch den Hospiz-Dienst Rheintal. An der kommenden RHEMA im Frühling 2017 wird der Hospiz-Dienst Sozialpartner und stellt sich einer breiten Öffentlichkeit vor.

Altstätten. – Die RHEMA in Altstätten ist nicht nur ein Marktplatz für einheimische Industrie- und Gewerbebe-triebe, sondern auch ein Ort der Begegnung und zwischenmenschlichen Kontaktpflege. Genau diese kommt bei schwerkranken und sterbenden Menschen oft zu kurz. Dem schafft der noch junge Hospiz-Dienst Rheintal mit seinen kostenlosen Dienstleistungen Abhilfe. „Unsere Begleitenden schenken schwerkranken und sterbenden Menschen Zeit. Sie besuchen sie zu Hause, im Spital oder in Heimen und verkürzen ihnen mit ihrer Anwesen-heit den Alltag“, erklärt Regula Bont, Leiterin des Hospiz-Dienstes Rheintal. Die Nachfrage nach dieser Dienst-leistung ist seit der Einführung des Angebots rasant gestiegen: „Letztes Jahr betreuten unsere Begleitenden doppelt so viele Patienten wie noch im Vorjahr. Dies hat zur Folge, dass wir vier Mal mehr Einsatzstunden ge-leistet haben.“

Freiheit zurückgewinnen

Nicht nur die Schwerkranken und Sterbenden profitieren von den Besuchen der Begleitenden, sondern auch deren Angehörigen. Regula Bont weiss: „Gerade in Fällen bei denen Angehörige einen kranken Menschen über Monate oder gar Jahre hinweg begleiten, können wir den Angehörigen ein Stück Freiheit zurückgeben.“ Dabei denkt sie beispielsweise an eine ältere Frau, die so unbeschwert ihren Wocheneinkauf tätigen und einen Kaffee mit Freundinnen trinken kann, während ihr Mann vom Hospiz-Dienst betreut wird. Oder an eine Situation bei der eine Frau schwer erkrankt ist und auf ständige Präsenz einer Person angewiesen ist: „In diesem Fall kann ihr Mann dank unserer Unterstützung mit gutem Gewissen seiner Arbeit nachgehen, wenn sich in der Familie keine Betreuungsperson finden lässt.“

Kostenloser Dienst

Der Hospiz-Dienst Rheintal ist eine Non-Profit-Organisation, die auf Mitgliederbeiträge, finanzielle Zuwendun-gen und Freiwillige angewiesen ist, die einen Teil ihrer Freizeit für Mitmenschen einsetzen. Mit den Spenden-geldern werden die Aus- und Weiterbildungen der Freiwilligen sowie deren Spesenentschädigungen finanziert. Einen Lohn gibt es für die Begleitpersonen nicht. Es beruht alles auf Freiwilligenarbeit. Für die Nutzer der Dienstleistung entstehen keine Kosten. „Unsere Kunden sind immer wieder erstaunt, dass es einen solchen Dienst völlig kostenlos gibt“, erzählt Regula Bont. Simon Büchel, Messeleiter der RHEMA, bewundert das grosse Engagement des Hospiz-Dienstes: „Regula Bont und ihr Team sind für Menschen da, die auf der Schattenseite des Lebens stehen. Aus unserer Sicht ist ihr Einsatz unterstützungswürdig und Bedarf der breiten Aufmerksam-keit der Rheintaler Bevölkerung.“ Deshalb unterstützt die Rheintal Messe und Event AG den Hospiz-Dienst Rheintal an der RHEMA 2017. Der Hospiz-Dienst wird in der Messe mit einem Ausstellplatz präsent sein. Wei-ters wird mit verschiedenen weiteren kommunikativen Massnahmen auf die Partnerschaft aufmerksam ge-macht.

Göpf Spirig, Projektleiter Hospiz-Auftritt und Regula Bont, Regionalstellenleiterin freuen sich auf die Partner-schaft mit der RHEMA Rheintalmesse.

 

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